Alarmstufe Rot für die Jugendförderung
Mit den angekündigten Kürzungen drohen massive Einbussen für die Sport- und Jugendförderung – nicht nur im Aargau, sondern in der ganzen Schweiz. An der Infoveranstaltung im Traitafina Turnzentrum Aargau wurde deutlich: Ohne J+S in seiner heutigen Form geraten unsere Vereine, Kinder und Jugendlichen direkt unter Druck.
«Sparen auf Kosten unserer Zukunft ist keine Lösung. Der Erfolg von J+S darf nicht bestraft, sondern muss langfristig gesichert werden», betont Sandro Erdin, Leiter Sport des Aargauer Turnverbands.
Der Hintergrund
Seit über 50 Jahren ist J+S das grösste Sportförderprogramm des Bundes – weltweit einzigartig. 2024 erreichte es 680’000 Kinder und Jugendliche – ein Rekordjahr. Doch ab 2026 plant der Bund eine Kürzung der Subventionen um 20 Prozent. Das hätte fatale Folgen:
- Höhere Elternbeiträge und steigende Vereinskosten
- Gefahr, dass finanzschwächere Familien ausgeschlossen werden
- Rückgang von Vereinsangeboten und Verlust ehrenamtlicher Strukturen
- Negative Auswirkungen auf Gesundheit, Integration und Chancengleichheit
Klare Forderungen an die Politik
Der Aargauer Turnverband fordert vom Bund und den Parlamentarier:innen:
- Keine Kürzungen bei J+S und im Sportbereich des Entlastungspakets 2027
- Nachhaltige Sicherung der Sport- und Jugendförderung in der Schweiz
- Unterstützung des geplanten Aargauer Sportgesetzes, das eine zukunftsorientierte Förderung im Kanton sicherstellt
Aargauer Sportgesetz als Chance
Das geplante kantonale Sportgesetz bietet eine verlässliche Grundlage für nachhaltige Sportförderung – und schafft gleich drei Mehrwerte:
- Infrastruktur: Stärkere Koordination zwischen Kanton und Gemeinden sowie regionale und kantonale Sportanlagenkonzepte
- Fair & sicher: Förderbeiträge werden an sportethische Standards geknüpft
- Verlässlichkeit: Projekte von kantonalem Interesse können mit ordentlichen Mitteln unterstützt werden – unabhängig vom Swisslos-Sportfonds
Unser Appell
Der Aargauer Turnverband ruft Politik, Gesellschaft und Bevölkerung auf, sich aktiv einzusetzen:
- Teilnahme an Petitionen und offenen Briefen
- Sichtbarkeit und Wertschätzung für die Arbeit der Vereine erhöhen
- Engagement in den sozialen Medien, um den Druck zu verstärken
Jetzt braucht es ein klares Bekenntnis gegen die Kürzungen und für die Jugend.
Text & Bild:ATV

